Medienmitteilung zur Armeebotschaft 2026
Die vorgesehenen Investitionen in die bodengestützte Luftverteidigung sind grundsätzlich richtig. Die Beschaffung zusätzlicher Systeme mittlerer Reichweite verbessert den Schutz vor Bedrohungen aus der Luft spürbar. Gleichzeitig bleiben eklatante Lücken bestehen. Weitreichende Bedrohungen können auf absehbare Zeit nicht ausreichend abgewehrt werden. Die Verzögerung beim System grosser Reichweite verschärft diese Problematik. Eine rasche Beschaffung einer verfügbaren Alternative ist deshalb notwendig.
Besonders dringlich ist der Schutz im Nahbereich. Hier wurde mit dem Skynex-System ein richtiger Entscheid gefällt. Dieses System wird in der Schweiz hergestellt und stärkt die heimische Industrie. Die aktuell geplante Stückzahl ist jedoch klar ungenügend. Kritische Infrastrukturen und Truppen können damit nicht ausreichend geschützt werden. Pro Militia fordert deshalb eine deutliche Aufstockung der Bestellung von Drohenabwehr-Systemen.
Auch bei den Kampfflugzeugen besteht Handlungsbedarf. Eine Reduktion der ursprünglich geplanten Beschaffung schwächt die Verteidigungsfähigkeit. Solange moderne Bodluv-Systeme nicht verfügbar sind, bleiben Kampfflugzeuge das zentrale Mittel zur Luftverteidigung. Zudem leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Abschreckung.
Vereinigung Pro Militia
